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Was klebt denn da?

Was klebt denn da?

Die Tapete – ihre Geschichte und Möglichkeiten

Früher war Tapete ein handgefertigtes Produkt

So wurden in Manufakturen des 18. Jahrhunderts Techniken entwickelt, die von einer klassischen Illusionsmalerei kaum zu unterscheiden waren. Tapete gab es in exquisiten Stilen und prunkvollen Ausführungen. Aber gerade diese Möglichkeit des Vortäuschens und der Imitation führte zu moralischen Zweifeln. Man fragte sich, ob es denn vertretbar sei, dass die Tapete etwas nachahme und ob man die Nachahmung bemerken dürfe oder nicht? Das ist mit ein Grund, warum sich die Tapete erst im 20. Jahrhundert als Raumgestaltungselement etablieren konnte.

Auch ist Tapete keine einmalige Erfindung, die um die Welt ging, sondern das Produkt unterschiedlicher Entwicklungen. In China z. B. gab es handgemalte Tapeten, wie sie z. B. im Victoria an Albert Museum in London gezeigt werden. Aus China stammen auch die sogenannten „Marmorpapiere“, die in  der Ming Zeit entstanden und als türkische Papiere nach Europa importiert wurden.

In Europa war Tapete quasi ein Nebenprodukt der Papierherstellung und des Drucks. Einzelne Bögen wurden an der Wand zu wiederkehrenden Muster aneinander geklebt. Die erste Tapetenrolle soll um 1830 in Europa entstanden sein. Nun wurden die Muster vor dem Druck und der Verarbeitung an der Wand zusammengefügt. In den vergangenen 40 Jahren ist die Drucktechnik derart schnell vorangegangen, dass heute quasi keine Wünsche mehr offen bleiben, was die Materialbeschaffenheit und die Motivauswahl betrifft.

Neben den üblichen Papiertapeten gibt es Fondtapeten (z. B. Glasfasertapeten, die gute alte Rauhfasertapete), Profiltapeten, Spezialtapeten, zu denen Kunststofftapeten zählen. Es gibt Metalltapeten, Textiltapeten und Naturwerkstofftapeten – eine Papiertapete, die mit Naturmaterialien, wie Gräser, Blätter, Sand, Keramik oder ähnlichem kaschiert wird. Sie können sogar ihre Motive selbst wählen oder Ausschnitte von Kunstwerken als Bildtapete in dem Format ihrer Wahl arbeiten lassen, wie hier im monofaktur Onlineshop möglich. Sie können aber auch aus Mustertapeten eigene Kunstwerke schaffen, direkt an der Wand oder als Bild. Mit Mustertapeten lassen sich auch Möbel verschönen und andere Dekorationselemente aufpeppen.

 

Tapete - ihre Geschichte und Möglichkeiten

Gestaltung von der Rolle

Klassisch als Wandgestaltungselement können Tapeten einen Raum optisch verändern, wenn Sie von ungünstigen Proportionen ablenken oder günstige hervorheben wollen. Es lassen sich Akzente im Raum setzen, z. B. um ein Möbelstück in Szene zu setzen oder Räume in unterschiedliche Bereiche zu strukturieren. Sie können mit Tapete sogar die gefühlte Raumtemperatur erhöhen oder absenken. Dabei kommt es auf das Material und auf die Farbe der Tapete an. Wichtig bei allen Gestaltungsmöglichkeiten ist immer, sich zunächst zu fragen, was sie mit ihrer Gestaltung erreichen wollen. Soll der Raum einladen zum Gespräch, zur Ruhe, ein Produkt verkaufen oder vielleicht heller wirken, weil er auf der Nordseite des Hauses liegt. Ein interessanter Aspekt für die Gestaltung kann auch sein, die Perspektive für die Verarbeitung einer Tapete zu verändern. Manche Muster lassen sich nämlich prima horizontal kleben und ergeben außergewöhnliche Raumanmutungen.

Wer noch mehr über die Geschichte der Tapete erfahren möchte, hier ein Literaturtipp: „Die Tapete“ von Lesley Hoskins, bei Parkland erschienen.

 

Zur Autorin // Susanne Schreiber-Beckmann,

Inhaberin von INTERIORDESIGN. Wir planen neu oder um, je nachdem was der Kunde von uns wünscht. Unser Schwerpunkt liegt in der besonderen Betrachtungsweise von Räumen und deren Nutzern. Wir beleuchten und analysieren, welche Wirkungen Farben, Formen und Materialien auf die Nutzer haben. Das ermöglicht diese Elemente in der Planung gezielt einzusetzen und sorgt für Harmonie und Wohlbefinden. Bei unseren Konzepten legen wir Wert auf eine pragmatische Nutzung und verbinden dies mit kreativem Design. Ziel unserer Empfehlungen ist es, diese mit den Wünschen und Visionen der Kunden zu verbinden. So entstehen aus Ideen Konzepte. Dabei ist die oberste Priorität die Bedürfnisse der Bewohner wahrzunehmen und in der Gestaltung umzusetzen, sowie ein ehrlicher und wertschätzender Umgang.

www.interior-designerin.com

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